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© / Quelle: NWZ-Online / 25.08.2026

Flüchter-Meisterschaften mit der Hollandkugel in Ostfriesland

„Jugend-Boom“ beim Hollandkugelwerfen in Ostfriesland

Da wartet Femke Wilberts gern auf ihren Start

Landesmeisterschaften mit der Hollandkugel bewegt die Massen.

Femke Wilberts: „Run der Jugend auf die Startplätze ist der schönste Grund für eine Verzögerung.“

von Henning Schiffer / Foto Patrick Hinrichs

Upschört - Das Werfen um die ostfriesischen Landesmeistertitel mit der Hollandkugel hat am Samstag (22. August) viele Nachwuchswerfer in den Kreisverband Friedeburg gelockt. Auf der Feldbahn am Jade-Ems-Kanal in Upshört kämpften Friesensportler von der E-Jugend bis zu den Hauptklassen um die begehrten Medaillen und um Starttickets für die anstehenden Verbandsmeisterschaften.

In den Hauptklassen der Frauen und Männerkonkurrenz bestimmten bekannte Gesichter das Geschehen. So konnte sich der zuletzt auf dem Feld so formstarke Heiko Behrends aus Ostermoordorf (KV Norden) den Landesmeistertitel sichern. Mit 8 Wurf und einem Meter zeigte der Feldspezialist von „Nordstern“ die beste Tagesweite und gewann vor Daniel Brungers (KV Aurich) und dem Norder Hauke Roolfs die Goldmedaille. Auch das Podest der Frauen I war prominent besetzt. Der Titel ging an eines der aktuellen Aushängeschilder des Friesensports. Femke Wilberts vom KBV „Noord“ Norden zeigte mit 10 Wurf und 63 Metern einen souveränen Auftritt und verdrängte Lene Gerjets aus Etzel (KV Friedeburg) und Lana Gronewold vom KBV „Good wat mit“ Dietrichsfeld (KV Aurich) auf die Folgeplätze.

Doch bevor diese starken Werferinnen überhaupt an den Start gehen konnten, geriet der Zeitplan phasenweise deutlich in Verzögerung. Doch der Grund dafür war für die Landesmeisterin Femke Wilberts kein größeres Problem. In ihrer Funktion als stellvertretende Jugendwartin im LKV Ostfriesland freute sich die Norderin über den Ansturm auf die Titelkämpfe im Jugendbereich: „Der Run auf diese Veranstaltung mit so vielen motivierten Kindern ist der schönste Grund um auf seinen eigenen Wettkampf zu warten.“

Trainingsangebote in den Ferien

Einen Grund für den deutlichen Anstieg der Teilnehmerzahlen sah die amtierende Kloot-Europameisterin auch in den zahlreichen Trainingsangeboten innerhalb der zurückliegenden Sommerferien. Unter dem Einsatz von vielen Ehrenamtlichen und engagierten Jugendbetreuern sowie der Expertise von einigen „Topstars“ der Szene wurden zuletzt viele Übungsabende veranstaltet. Und das mit Erfolg: „Wir sind stolz und glücklich, dass unsere Angebote so einschlagen und dass viele Jugendliche für die Felddisziplinen Feuer fangen“, ergänzte sie. Einige dieser motivierten Nachwuchstalente zeigten direkt ihr ganzes Können. So lieferten sich in der weiblichen Jugend C beispielsweise Lieke Barfknecht aus Holtgast (KV Esens) und Fenna Fröhling vom BV Collrunge (KV Friedeburg) ein enges Rennen um die Landesmeisterkrone. Mit 9 Wurf und 13 Metern gewann Lieke Barfknecht am Ende hauchdünn vor ihrer Friedeburger Konkurrentin den LKV-Titel. Und auch bei den Jungs waren Teilnehmer aus dem Harlingerland sehr erfolgreich. Gold in der männlichen Jugend E ging in den Kreisverband Wittmund. Jonte Remmers aus Uttel überzeugte mit starken Würfen und gewann verdient die Goldmedaille. Ähnlich souverän trat Julian Tjardes in der Konkurrenz der männlichen Jugend C auf. Mit hervorragenden 8 Wurf und 13 Metern ging der Titel nach Stedesdorf in den Kreisverband Esens.

Spannend wurde es hingegen in den Wettkämpfen der männlichen Jugend B und der weiblichen Jugend A. Während bei den Jungs mit dem Westeraccumer Joost Kleemann (KV Esens), dem Wiesedermeerer Renko Tammen (KV Friedeburg) und dem Reepsholter Lars Remmers (KV Friedeburg) drei Nachwuchskräfte eng um die Vergabe der Medaillen duellierten, lagen bei den A-Jugendlichen Werferinnen sogar vier Starterinnen fast gleichauf. Am Ende jubelte die Norderin Tomke Kleen über ihren Titelgewinn vor Marit Abken aus Holtgast (KV Esens) und der Dietrichsfelderin Laura Friedrichs vom KV Aurich.

FKV-Titelkämpfe am 29. August

Diese und weitere Nachwuchstalente dürfen sich berechtigte Hoffnungen auf Podestplätze bei den anstehenden FKV-Titelkämpfen mit der Hollandkugel machen. Am nächsten Samstag (29. August) finden an gleicher Stelle die Verbandsmeisterschaften statt. Startberechtigt sind die besten sieben Werferinnen und Werfer der Hauptklassen sowie der Altersklassen A- und B-Jugend und der zusammengefassten Rangliste der Jugend D/C.

 

© / Quelle: NWZ-Online / 25.08.2026

Flüchter-Meisterschaften mit der Hollandkugel in Oldenburg

Neue Landesmeister ermittelt

Aktive zeigen in Westerstede starke Leistungen im Hollandkugelwerfen

In Westerstede haben 50 Aktive die Landesmeisterschaften im Hollandkugelwerfen ausgetragen.

Nicht nur bei den Männern und Frauen ging es an der Spitze eng zu.

Nun messen sich die Oldenburger mit den Ostfriesen.

von Wolfgang Böning

Westerstede - Auf dem Sportplatz an der Oberschule in Westerstede fanden die Landesmeisterschaften im Hollandkugelwerfen des Klootschießer-Landesverbands Oldenburg (KLVO) statt. 50 Sportlerinnen und Sportler traten beim Standwerfen mit der 300-Gramm-Kugel an und zeigten starke Leistungen. KLVO-Feldobmann Stefan Bruns zeigte sich zufrieden: „Alle Medaillen konnten verteilt werden, der Platz war top – kurz gemäht und trocken, aber stumpf. Die Kugeln sind stur gerollt.“ Auch der Landesvorsitzende Jürgen Frers lobte die Leistungen: „Das macht Hoffnung für den Vergleich am kommenden Samstag bei den Ostfriesen.“

Bei den Männern setzte sich erneut Thore Bruns aus Waddens durch: Mit 539,10 Metern nach sechs Wurf holte er den Titel. „Zum Schluss musste ich auf Risiko gehen, an der Seite zur Bahnbegrenzung – denn dort lief die Kugel am weitesten“, verriet Bruns. Auf Platz zwei kam Henning Eden (Neustadtgödens) mit 473,30 Metern, gefolgt von Männer-IV-Werfer Alfred Wulff (Mentzhausen), der mit 67 Jahren und 436,20 Metern mit dem Gewinn von Bronze ein Ausrufezeichen gesetzt hat. Bei den Frauen lag ein wurfstarkes Quartett dicht beieinander: Antje Wulff (Mentzhausen) gewann mit 320,90 Metern vor Lali Bause (Büppel/307,00 m), Jenny Struß (Zetel-Osterende/305,90 m) und Deike Kuhlmann (Grünenkamp/302,50 m). In der männlichen A-Jugend siegte Rassmus Hans (Cleverns/319,80 m). „Das war eng“, sagte er.

Auch die weiteren Landesmeister zeigten starke Nerven und Technik. Lenox Hintz (Stapel/343,80 m) holte Gold bei den B-Jungen und Nolan Helmerichs (Schweewarden/327,60 m) bei den C-Jungen. „Alle sechs Würfe habe ich konstant getroffen“, freute er sich, bedauerte aber: „Schade, dass nicht mehr Aktive dabei waren.“

Die Siegerinnen in der weiblichen Jugend kommen zweimal aus Moorriem und einmal aus Schweinebrück: Leevke Danielzek (A/302,50 m), Femke Kleinschmidt (B/303,90 m) und Luisa Wefer (C/240,20 m).

Am kommenden Samstag, 29. August, messen sich die Oldenburger nun mit den Ostfriesen in Upschört. Dort fand zuletzt die Landesmeisterschaft im Streckenwerfen statt – mit 159 Friesensportlern. Die Spannung vor dem FKV-Finale am Ems-Jade-Kanal steigt.