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© / Quelle: Anzeiger Harlingerland / 08.04.2024

Südarle und Reepsholt grüßen als neue FKV-Meister

Burhafe/Willen/HWI – Bei nahezu sommerlichen Temperaturen trafen sich am Sonntag die besten Boßel-Mannschaften aus Oldenburg und Ostfriesland, um in den Altersklassen der Frauen und Männer I die diesjährigen FKV-Mannschaftsmeister zu ermitteln. Nun ja, das mit den besten Teams stimmt nur bedingt. Das Frauen-Team aus Schweewarden meldete sich zwei Stunden vor Anwurf bei den zuständigen Boßelfachwarten des FKV um mitzuteilen, dass aufgrund von kurzfristigen personellen Engpässen ein Start nicht möglich sei. Der Nichtantritt sorgte nicht für großen Unmut unter den Athleten und Zuschauern, sondern hätte auch bedeutet, dass der ostfriesische Vizemeister aus Südarle das Streckenwerfen ohne direkten Gegner hätte absolvieren müssen. Es gibt sicherlich bessere Voraussetzungen, um sportliche Höchstleistungen abzurufen. Dass es soweit nicht kam, ist den Werferinnen aus Kreuzmoor-Bekhausen und Mentzhausen zu verdanken, die sich kurzfristig zu einer Not-Spielgemeinschaft zusammenfanden und so das Starterfeld auf der Willener „Benzinstraße“ komplettierten. Dass das kurzfristig zusammen gewürfelte Team, in dem auch einige Nachwuchswerferinnen zum Einsatz kamen, dem sportlichen Niveau des Restfeldes nicht ganz folgen konnte, war nicht anders zu erwarten. Dennoch darf sich das Team, dass außer Konkurrenz antrat, als „Sieger der Herzen“ fühlen, da sie durch ihre Spontaneität schlicht und einfach den Wettbewerb retteten. Gegner Südarle, neben „Noord“ Norden der Topfavorit auf den Titelgewinn, ließ sich von dem Chaos aber nicht beirren und sicherte sich mit 91 Gesamtwürfen (Hinrunde: 47 Würfe/Rückrunde 44 Würfe) souverän vor dem Norder Kreisverbandnachbarn (93/49/44) den Titel. Dank der besten Rückrunde aller Teams gingen als drittplatzierte Mannschaft die Werferinnen aus Reitland (95/53/42) über den Zielstrich. Knapp auf die Plätze verwiesen wurden Ardorf (96/48/48) und Schweinebrück (96/49/47).

Auch bei den Männern galten die Ostfriesen als klare Favoriten auf der Powerstrecke in Burhafe. Gestartet wurde am Kirschbaumweg in Richtung Negenbargen. Schon der Anwurf machte deutlich, dass die Strecke sehr anspruchsvoll ist und neben Kraft, vor allem auch die richtige Technik erfordert. Die zahlreichen S-Kurven verlangen dagegen vor allem taktisches Geschick. Hier muss man auch mal den ein oder anderen Wurf mit halber Kraft setzen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. Am besten kam der ostfriesische Vize-Meister aus Reepsholt mit Strecke zu recht und konnte sich über alle Gruppen bis zur Wende mit 106 Würfen bereits einen kleinen Vorsprung von zwei Wurf auf die Konkurrenz aus Leegmoor erarbeiten, die wiederum mit einem Wurf Vorsprung auf Halsbek wendete. Auf der Rücktour spielten die Friedeburger ihre Routine und Wurfstärke souverän aus und überquerten nach 197 Gesamtwürfen (51 Holz 1/50 Holz 2/48 Gummi I/48 Gummi II) als Sieger den Zielstrich. Für „Ostfreesland“ bedeutete dies den 11. Titelgewinn in der langen Geschichte dieses Wettbewerbs. Es war außerdem der dritte Erfolg in Serie. Aber auch der neue Vize-FKV-Meister aus Leegmoor hatte allen Grund zu jubeln. Mit 199 Gesamtwürfen (50/49/51/49) verwiesen sie den Kreisverbandsnachbarn aus Pfalzdorf (200/52/50/48/50) auf den Bronzerang und feierten so den würdigen Abschluss einer sehr guten Saison. Das Team um den amtierenden Europameister Daniel Heiken warf lange aussichtsreich in der ostfriesischen Landesliga um den Titel mit. Für die Oldenburger Teams aus Grabstede (206/57/52/47/50), Halsbek (207/55/50/50/52) und Spohle (210/51/52/52/55) gab es auf ostfriesischem Terrain nichts zu holen.

© / Quelle: NWZ-Online / 08.04.2024

Grabstedes Männer schrammen an Bronze vorbei

Erneut haben ostfriesische Boßelmannschaften die FKV-Finalrunde dominiert.

Das beste Oldenburger Team stellten als Vierte Grabstedes Männer.

Die Frauen aus Schweinebrück wurden Fünfte.

von Wolfgang Böning

Oldenburg Vize Grabstede wurde ersatzgeschwächt Vierter

Burhafe/Bockhorn/Zetel - Ein Höhepunkt in der Saison der Friesensportler ist die Finalrunde des Friesischen Klootschießerverbands (FKV). Die drei besten Boßelteams aus den beiden Landesverbänden Ostfriesland und Oldenburg kämpfen dabei um die Verbandsmeisterschaft. Am Sonntag fanden diese Titelkämpfe bei guten Wetterbedingungen im Kreisverband Wittmund auf zwei Power-Strecken in Burhafe und Willen statt – und große Überraschungen blieben aus. So sollte sich die Statistik fortsetzen: Die ostfriesischen Mannschaften sind auch in diesem Jahr ihrer Favoritenrolle im Kampf um die FKV-Krone gerecht geworden. Auch ein gewisser „Fluch“ setzte sich fort: Der amtierende ostfriesische Landesmeister tut sich schwer mit dem Titelgewinn auf FKV-Ebene.

Die Männer

Auf der Negenbarger Straße griffen die Männerteams zur Gummi- und Holzkugel. Bei der Wende lag FKV-Titelverteidiger Reepsholt dank Konstanz in allen vier Gruppen mit 106 Würfen vorne, gefolgt von Schirumer-Leegmoor (108), Halsbek (109), Pfalzdorf (111), Grabstede (115) und Spohle (118). Am Ende baute Reepsholt die Titelsammlung mit 197 Würfen und 465 Metern aus. Vizemeister wurde Schirumer-Leegmoor (199 W/338 m) und stellte mit 49 Würfen die beste Holzgruppe. Bronze ging an den ostfriesischen Landesmeister Pfalzdorf (200 W/495 m). Vierter wurde Grabstede (206 W/319 m). Die Friesländer waren mit der ersten Gummigruppe (47 Wurf) das Maß der Dinge. „Obwohl am Ende nur Platz vier herausgesprungen ist, war es eine gute Leistung, da uns sechs Stammwerfer fehlten“, bilanzierte der Grabsteder Sprecher Daniel Hattermann zufrieden: „Wir sind in diesem Jahr die beste Oldenburger Mannschaft. Hervorzuheben sind unsere beiden Gummigruppen, und hier besonders unsere erste Gummi – die beste von allen angetretenen Mannschaften.“ In dieser Gruppe warfen Nils Stulke, Bjarn Bohlken, Harald Meenen und Torsten Hattermann. Der letztjährige Vizemeister Halsbek (207 W/365 m) wurde Fünfter. Der oldenburgische Landesmeister Spohle (210 W/298 m) musste sich mit Platz sechs begnügen.

Am Ende Fünfte:  "Lat'n rull'n" Schweinebrück

Die Frauen

Die Boßelerinnen warfen auf der Upsteder Straße. Vor dem Start herrschte durch die kurzfristige, krankheitsbedingte Absage von Schweewarden etwas Hektik. Zwei Stunden vor dem Wettkampf erfolgte die Anfrage bei Kreuzmoor/Bekhausen zur Teilnahme. Das Team reiste spontan mit sieben Werferinnen und einer Spielerin vom Nachbarverein Mentzhausen an. Schreiber und Bahnweiser waren in der Kürze nicht mehr aufzutreiben. Für ein Einwerfen war auch keine Zeit mehr. Das Team startete somit außer Konkurrenz und der Spielplan konnte durchgezogen werden. Das fand große Anerkennung von den Gegnerinnen.

Der oldenburgische Landesliga-Meister aus Schweinebrück landete bei der FKV-Finalrunde auf Rang fünf. Um den Titel wurde ein Zweikampf erwartet, was sich bei der Wende schon bewahrheitete. Südarle führte mit 43 Würfen vor Noord Norden (46). Auf Rang drei lag Schweinebrück (48), gefolgt von Ardorf (48), Reitland (49) und der SG Kreuzmoor/Bekhausen/Mentzhausen (59). Im Ziel war der Jubel beim neuen FKV-Meister aus Südarle (91 W/180 m) groß. Der Titelverteidiger und Landesmeister Noord Norden (93 W/278 m) holte Silber. Über Bronze jubelte Reitland (95 W/57 m). Knapp dahinter folgten Ardorf (96 W/108 m) und Schweinebrück (96 W/60 m) sowie auf Rang sechs Kreuzmoor/Bekhausen/Mentzhausen (112 W/186 m).