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/ Quelle: NWZ-Online / 18.05.2026

Deutsche Meisterschaften in Wesselburen (VSHB)
1. Tag: Mit Kloot und Hollandkugel im Feld |
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Devin
Hillmer räumt in Schleswig-Holstein gleich vier
Goldmedaillen ab
Devin Hillmer aus
Mentzhausen war bei der Deutschen
Friesensport-Meisterschaft in Wesselburen nicht zu
stoppen.
Im Klootschießen und
Hollandkugelwerfen holte er Gold – und machte auch mit
der Mannschaft alles klar.
von Wolfgang
Böning
Wesselburen -
Bei den Deutschen Meisterschaften der Friesensportler
hat sich Devin Hillmer aus Mentzhausen gleich zwei
Einzel-Titel gesichert. In Wesselburen
(Schleswig-Holstein) gewann der Wesermärschler die
Goldmedaille im Klootschießen und Hollandkugelwerfen und
legte in der Mannschaftswertung zwei Meistertitel nach.
Die Junioren
Hillmer erwischte mit der
300 Gramm schweren Hollandkugel den perfekten Start. Der
amtierende Europameister in der Jugendklasse gab den Ton
an. Bereits vor seinem letzten Wurf stand fest, dass ihm
der Titel nicht mehr zu nehmen sein würde. Am Ende war
der Vorsprung mit seiner Siegerweite von 746 Metern –
damit wäre er in der Männer-Hauptklasse Vierter geworden
– auf die anderen Topwerfer Yannik Munz (Uelvesbäll, 628
Meter), Lukas Schmidt (Wiesedemeer, 602) und Lasse
Cordes (Büppel, 584) immens. „Ich habe alle Würfe
geflüchtet – und die waren alle top“, benannte Hillmer
sein Siegerrezept. Knapper war die Entscheidung im
Klootschießen. Doch auch in dieser Disziplin setzte sich
der 18-Jährige durch. Der EM-Dritte kam auf eine Weite
von 223,25 Meter (Topwurf: 76,45 Meter) und ließ damit
Melf Hems (Garding, 220,2) und Melvin Schatt (Tönning,
212,4) hinter sich.
Die Juniorinnen
Nele Carstens aus Moorriem
profitierte von der Regeländerung, dass erstmals auch
die Ersatzwerferinnen zum Einsatz kamen. Die eigentlich
an Position vier gesetzte Wesermärschlerin überzeugte
mit der Hollandkugel mit 446 Metern und sicherte sich
Platz zwei hinter Mila Ihnen aus Utarp-Schweindorf (471)
und vor ihrer Teamkollegin Leevke Danielzik (435). „Es
war ein richtiger schöner Wettkampf und alle Würfe haben
gesessen. Die letzten beiden Würfe waren die besten
Versuche“, sagte Carstens. Danielzik hatte ein paar
Probleme. „Ich bin nicht optimal gestartet, die Strecke
hatte ihre Tücken. So habe ich leider nicht immer die
richtigen Stellen erwischt, bin am Ende aber zufrieden“,
sagte sie. Mit dem Kloot schnappte sich Europameisterin
Inga Klinck (Vereinigte Geestdörfer, 158,15 Meter) den
Sieg. Platz zwei ging an Finja Frels
(Kreuzmoor/Bekhausen, 140,9), Dritte wurde Eike
Carstensen (Mildeburg, 137,9).
Die Frauen
Für die neue
Hollandkugel-Meisterin Lene Gerjets aus Etzel schloss
sich ein Kreis. Bei der bisher letzten DM-Auflage in
2018 gewann sie den Titel noch in der Jugendklasse. Nun
bescherte ihr eine Weite von 530 Metern Gold bei den
Frauen. Das Norden-Duo Bianca Brunken und Femke Wilberts
teilten sich mit 497 Metern Platz zwei. Ähnlich sahen
die Podestplatzierungen auch im Klootschießen aus.
Wilberts gewann mit 189,4 Metern knapp vor Gerjets
(186,4). Ann-Christin Peters aus Adorf gewann mit 171,7
Bronze. Die Mentzhauserin Antje Wullf wurde mit 165
Metern Vierte.
Die Männer
Vize-Europameister Daniel
Heiken aus Schirumer-Leegmoor sicherte sich mit der
Hollandkugel den Titel. Mit einer Siegerweite von 805
Metern verwies er Hauke Roolfs (Südarle, 782) und Sören
Bruhn (Schweinebrück, 774) auf die weiteren Plätze. „Der
letzte Wurf war leider noch etwas verrissen. Trotzdem
bin ich zufrieden“, zog Bruhn ein positives Fazit. Thore
Bruns aus Waddens, der mit 736 Metern Fünfter wurde,
haderte ein wenig: „Bis auf den dritten Wurf war es ein
guter Wettkampf.“ Mit dem Kloot wurde Europameister Mike
Plähn seiner Favoritenrolle gerecht. Der Ostfriese, der
für den K-Bund in Schleswig-Holstein wirft, kam auf
252,35 Meter. Sein Schweinebrücker Trainingspartner
Bruhn wurde mit 248,05 Metern Zweiter. Janne Martens aus
Wesselburen schnappte sich mit 243,95 Metern Bronze. Zu
genau dieser Medaille fehlten Roolfs nur 60 Zentimeter.
Die Mannschaftswertung
Mit der Hollandkugel gab
der Friesische Klootschießerverband (FKV) klar den Ton
an. Elf der zwölf Titel gingen an die Werfer des FKV, in
der Mannschaftswertung entschied der FKV alle
Wettbewerbe für sich. Beim Klootschießen wurden die
Titel gerechter aufgeteilt. Dort kamen auch die
unterschiedlichen Wurftechniken zum Einsatz. Während die
Werfer des Verbands der Schleswig-Holsteiner Boßler (VSHB)
auf den athletischen Drehwurf setzen, gingen die FKVer
traditionell über das Klootschießerbrett. Bei den Frauen
traten beide Verbände mit dem Drehwurf an. Jeweils sechs
Medaillen gewann der FKV, jeweils sechs der VSHB. In der
Mannschaftswertung gewann der FKV neunmal, die Gastgeber
waren dreimal siegreich. |
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/ Quelle: NWZ-Online / 18.05.2026

Deutsche Meisterschaften in Wesselburen (VSHB)
1. Disziplin: Feldkampf mit der Hollandkugel |
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FKV-Frauen heimsen Titel
mit überragender Lene Gerjets ein
Mila Ihnen und Devin
Hilmer holen wie Daniel Heiken Gold
Wesselburen erlebt ein
Medaillenfest.
Der Friesische
Klootschießer-Verband dominiert die Deutschen
Meisterschaften klar.
Ein bisschen Tragik gab
es mit einer Verletzung.
von Henning
Wieting / Foto Holger Wilken

Wesselburen - Die
Deutschen Meisterschaften der Friesenportler im
schleswig-holsteinischen Wesselburen entwickeln sich
erwartungsgemäß zu den Edelmetall-Festspielen des
Friesischen Klootschießer-Verbandes (FKV). Nach der
Eröffnungsfeier am Freitagmorgen (15. Mai) heimsten die
Top-Athleten der im FKV vereinten ostfriesischen und
oldenburgischen Landesverbände gleich am ersten
Wettkampftag die ersten Titel und Medaillen ein – im
Einzel- und Team-Wettbewerb.
Vierfach-Triumph mit der
Hollandkugel
Einen Vierfach-Triumph
feierten die FKV-Frauen mit der Hollandkugel mit einer
überragenden Lene Gerjets als „Königin“ von Deutschland.
Die Etzelerin übertraf als einzige mit 530 Metern die
500er-Marke. Dahinter reihten sich auf den Zentimeter
Bianca Brunken (Theener) und Femke Wilberts (Norden) mit
Silber ein. 497 Meter erzielten beide im Feldkampf,
sodass sich das ostfriesische Duo die Silbermedaille
umhängen durfte. Anke Klöpper (Südarle) komplettierte
das gute Abschneiden mit dem undankbaren vierten Rang
sechs Meter dahinter. Ein bisschen Tragik gab es bei
Bianca Brunken. Sie verletzte sich während des
Wettkampfs, den der FKV gegen den Verband
Schleswig-Holsteinischer Boßler (VSHB) mit 2453:2130
Metern in der Addition sämtlicher Würfe gewann. Sodass
zwischenzeitlich in Erwägung gezogen wurde,
Ersatzwerferin Ulrike Plähn (Müggenkrug) einzusetzen.
Doch mit ein paar Schmerztabletten biss Bianca Brunken
auf die Zähne und kämpfte sich durch. Bei ihrem letzten
Wurf auf der harten Wurfstrecke, auf der manche Kugeln
versprangen, trat sie versehentlich etwas über. Und
diese zwei Meter, die ihr vom Wettkampfgericht abgezogen
wurden, kosteten sie beinahe die Silbermedaille. Aber es
reichte metergleich mit Femke Wilberts zu Platz zwei.
Etwas, das auch nicht so häufig nach zehn Würfen
passiert. Vanessa Heinz (Moorriem) belegte mit 438
Metern Rang sieben im FKV-Fünfer-Wurfteam.
Bei den FKV-Juniorinnen
demonstrierte Mila Ihnen (Utarp-Schweindorf) mit 471
Metern ihre Ausnahmestellung. Mit 446 Metern holte sich
Nele Carstens (Moorriem) die Silbermedaille vor ihrer
Vereinskameradin Leevke Danielzik (435 m) und der
Südarlerin Tomke Harms (428 m) beim Vierfa-Triumph des
FKV. Hier war der FKV dem VSHB mit 1334:1117 Metern
überlegen.
Eine Klasse für sich bei
den männlichen Junioren war FKV-Athlet Devin Hilmer. Mit
746 deklassierte der neue Deutsche Meister aus
Meentzhausen das Teilnehmerfeld vor dem
Schleswig-Holsteiner Yannik Munz (628) und Lukas Schmidt
(602), der sich als Wiesedermeerer die Bronze-Medaille
einheimste.Der FKV Schirumer Leegmoor feiert seinen
Deutschen Meister Daniel Heiken mit 805 Metern. Silber
ging an Hauke Roolfs (782m/Südarle), Bronze hängte sich
Sören Bruhn (774m/Schweinebrück) um. Den
Fünffach-Triumph des FKV gegenüber den Gastgebern
komplettierten Florian Eiben (737m/Leerhafe) und Thore
Bruns (736/Waddens).
Kühl und windig, aber
sonnig
Entgegen der Prognose
durften die Friesensportler bei kühlem und windigem,
aber sonnigen Wetter ihr Können unter Beweis stellen.
Alle Sportler zeigten sich im Beisein des
FKV-Vorsitzenden Helfried Goetz angetan von der nahezu
perfekten Organisation der Wettkämpfe. |
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/ Quelle: NWZ-Online / 18.05.2026

Deutsche Meisterschaften in Wesselburen (VSHB)
2. Disziplin: Feldkampf mit der Hollandkugel |
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FKV-Team nah an Überraschung
Europameister Mike Plähn nur vier
Meter vor Trainingskamerad Sören Bruhn
Beim Klootschießen in
Wesselburen triumphiert Mike Plähn nach einem packenden
Duell mit Sören Bruhn.
Spannung auch bei den
Frauen: Femke Wilberts setzt sich knapp gegen Lene
Gerjets durch.
von Henning
Wieting / Foto Holger Wilken
Wesselburen -
Er galt mit seiner Drehwurftechnik als der große
DM-Favorit im Standwettkampf der Klootschießer:
Doppel-Europameister Mike Plähn vom Verband
Schleswig-Holsteinischer Boßler (VSHB) und wohnhaft im
ostfriesischen Wiesmoor. Letztlich ist der 30-Jährige am
Freitagnachmittag in seiner Heimat auch acht Jahre nach
seinem ersten Erfolg wieder Deutscher Meister geworden.
Doch dieses Mal gewann er
den Titel in einem höchst spannenden Wettbewerb bei
einer Gesamtweite von 252,35 Metern nur mit vier Metern
Vorsprung vor seinem Kumpel und Trainingskameraden, dem
Schweinebrücker Sören Bruhn vom Friesischen
Klootschießer-Verband (FKV), der 248,05 Meter in die
Wertung brachte. Auf dem Bronzerang landete Janne
Martens vom VSHB (243,95 m) mit der Winzigkeit von 60
Zentimetern vor dem zweitbesten FKV-Athleten dieses
Wettkampfs, Hauke Roolfs (Südarle). Letztlich konnte
sich Team VSHB mit 1193,90:1185,20 Metern durchsetzen,
also mit knapp neun Metern Vorsprung.
Der Standkampf der Frauen
mutierte hingegen zu einem spannenden verbandsinternen
FKV-Auswerfen auf schleswig-holsteinischem Terrain. Im
Gegensatz zur Hollandkugel konnte sich jetzt Femke
Wilberts die Krone aufsetzen mit einer Gesamtweite von
189,40 Metern. Die Norderin siegte dieses Mal mit knapp
drei Metern (186,45 Meter) vor der Etzelerin Lene
Gerjets, der Deutschen Meisterin mit der Hollandkugel am
Vormittag. Den Vierfach-Triumph des FKV zementierten
Ann-Christin Peters (171,75 m) sowie Antje Wulff (165 m)
auf den weiteren Plätzen. Mit der Gesamtweite von 872,50
Metern lagen die FKV-Athletinnen exakt 100 Metern vor
den Gastgeberinnen, deren beste Werferin Johanne Levens
(161,10 m) nur unwesentlich weiter warf als Anke Windt
(159,90 m), die das FKV-Quintett komplettierte.
Silber für den FKV holte
Finja Frels bei den Juniorinnen im Standkampf mit 150,90
Metern, also ein ganzes Stück hinter der Deutschen
Meisterin Inga Klinck (158,15 m) vom VSHB, die auch den
Teamwettbewerb holten. Den doppelten DM-Titel holte sich
Devin Hilmer auch mit dem Kloot im Standwerfen für den
FKV mit 223,25 Metern. Danach folgte ein VSHB-Quartett
mit Melf Harms als Zweitplatzierten (220,20 m) und
Melvin Schatt (212,40 m) mit der Bronze-Weite, sodass
die Gastgeber den Mannschaftswettbewerb deutlich mit
633,25:566:45 Metern für sich entscheiden konnten. |
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/ Quelle: NWZ-Online / 18.05.2026

Deutsche Meisterschaften in Wesselburen (VSHB)
4. Disziplin: Straßenkampf mit der Gummi- bzw.
Holzkugel |
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FKV-Boßler dominieren Titelkämpfe
in Wesselburen
Die FKV-Boßler räumen in
Wesselburen fast alle Medaillen ab.
Nele Carstens holt Gold
nach Silber am Vortag
Lukas Gebel überrascht
als Ersatzwerfer
Nur eine von 24
Medaillen blieb den Gastgebern.
von Wolfgang
Böning

Wesselburen - Bei
den Deutschen Meisterschaften der Friesensportler gaben
die Starter des Friesischen Klootschießer Verbandes
(FKV) im Boßeln klar den Ton an. 23 der möglichen 24
Medaillen sicherten sich in Wesselburen die Starter aus
Oldenburg und Ostfriesland. Weil der gastgebende Verband
der Schleswig-Holsteiner Boßler (VSHB) traditionell das
Feldboßeln auf dem Deichgelände pflegt, waren die Duelle
im Straßenboßeln auf der Powerstrecke am Katinger Watt
meist klare Angelegenheiten.
Zweiten Tag vergoldet
Nele Carstens aus Moorriem
vergoldete ihre starke DM am zweiten Wettkampftag mit
der Gummikugel. Nach Silber am Vortag mit der
Hollandkugel gewann sie nun mit 1669 Metern bei ihren
zehn Würfen Gold – mit dieser Weite wäre sie in der
Frauen-Hauptklasse Vierte geworden. „Es war ein richtig
geiler Wettkampf, ich habe alles getroffen. Das hat
richtig Spaß gemacht“, sagte die Deutsche Meisterin mit
einem Lachen. Anne Pioch (Tating, 1451) sorgte für die
einzige VSHB-Medaille des Tages, Finja Watermann aus
Rosenburg (1343) wurde Dritte.
Zufrieden mit DM-Ablauf
Die Friesensport-DM in
Wesselburen kam bei den Beteiligten gut an. „Das war
eine DM voller Freude. Ich habe selten so eine
bombastische Abschlussfeier erlebt. Alle Sportlerinnen
und Sportler aus den Verbänden, nicht nur die
Medaillengewinner, haben sich als Sieger gefühlt. Der
kleine Verband VSHB hat Großartiges geleistet“, lobte
der FKV-Vorsitzende Helfried Goetz. Auch sportlich war
der FKV-Chef zufrieden: „Auf der Straße waren wir die
Favoriten, im Feld haben wir auch gute Leistungen
gebracht. Das macht Hoffnung auf die nächste EM in
Irland.“ Ähnlich sah es Jürgen Frers, der Vorsitzende
des Klootschießer Landesverbandes Oldenburg: „Ich bin
stolz auf die Oldenburger Teilnehmer. Die haben alle
mächtig abgeliefert.“ Dass der FKV so viele
Medaillenränge und erste Plätze belegen würde, hätte
Frers nicht gedacht. 40 der 48 DM-Medaillen gingen an
den FKV, in der Mannschaftswertung gewann der FKV 13 von
16 möglichen Duellen mit dem VSHB. Lob gab es auch für
den gastgebenden VSHB: „Es war eine megacoole
Veranstaltung. Das Miteinander im Landesverband, wie
sich die Vereine gegenseitig unterstützen, macht
Freude.“
Für einen Überraschungssieg
mit der Gummikugel sorgte Lukas Gebel bei den Junioren.
Der Moorriemer war als Ersatzwerfer gestartet, schnappte
sich mit 1795 Metern am Ende aber den Titel. Bei den
ersten fünf Würfen hatte der Wesermärschler noch etwas
liegengelassen. „Dann lief es aber. Die letzten drei
Würfe waren bombig“, sagte Gebel. Vizemeister wurde Nils
Willhoeft (Simonswolde, 1740), Dritte Jonah Müller
(Westeraccum, 1683).
Dritter Titel
Den dritten Titel für die
Oldenburger Werfer errang Paula Janssen in der
Frauenklasse mit der Kunststoffkugel. Die
Schweinebrückerin gewann mit 1677 Metern vor Mayra
Petersen (Schirumer-Leegmoor, 1600) und Antje Ubben
(Stedesdorf, 1589). Bei den Juniorinnen setzte Fenna
Behrends aus Wiesederfehn ein Ausrufezeichen. Mit ihrer
Siegerweite von 1696 Metern hätte sie auch bei den
Frauen gewonnen. Sie verwies Tomke Harms (Südarle,
1438), Jaike Schoon (Schirumer-Leegmoor, 1428) und Gesa
Hiljegerdes (Halsbek, 1414) deutlich auf die weiteren
Plätze. In der Frauenklasse lieferte Anke Klöpper mit
1744 Metern den Bestwert des Tages mit der Gummikugel
ab. Bis zum sechsten Wurf war sie mit Vizemeisterin
Deike Kuhlmann (Grünenkamp, 1617) noch gleichauf. „Dann
habe ich voll über die Finger getroffen, und Deikes Wurf
ging raus. Der vorletzte Wurf war nochmal riesig“, sagte
Klöpper, die bei der vorherigen DM noch Gold mit der
Kunststoffkugel geholt hatte. Dritte wurde am Samstag
Ines Peters (Utarp-Schweindorf, 1538) vor Chantal Bohlen
(Schweinebrück, 1520). Bei den Junioren machten die
Südarler Jelko Wiechers (1764), Ole Mühlena (1740) sowie
Ruttels Bernd Spechtels (1729) die Medaillen unter sich
aus.
2200er-Weiten
Bei den Männern rollten die
Boßelkugeln bei den Siegern weiter als 2200 Meter. Mit
der Gummikugel war Sören Ruthenburg (Burhafe) mit 2225
Metern nicht zu schlagen. Simon Quathamer auf Platz zwei
(2148) war aber nicht zufrieden: „Vier Würfe waren gut,
ansonsten habe ich aber nicht zu meiner gewohnten
Leistung gefunden“, sagte der Bredehorner. Dritter wurde
Hauke Gerdes (Wilmsfeld, 2060). Die Kunststoffkugel warf
der neue Meister Jonas Eden aus Theener mit 2281 Metern
auf Rekordweite. Fabian Schiffmann (Südarle, 2085) und
Manuel Runge (Kreuzmoor/Bekhausen, 1916), der keinen
guten Start erwischte, mussten deutlich abreißen lassen. |
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/ Quelle: NWZ-Online / 18.05.2026

Deutsche Meisterschaften in Wesselburen (VSHB) |
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„Überwältigender Teamgeist“ und
phänomenale Fenna
Ärger wegen Büffet-Bändchen
Glanz und kleiner
Schatten bei den Deutschen Meisterschaften in
Wesselburen:
Der Friesische
Klootschießer-Verband lobt Organisation und Atmosphäre.
Für einige war aber das
Büffet-Bändchen ein Rotes Tuch.
von Henning
Wieting / Foto Holger Wilken

Wesselburen - Ein
wenig müde sei er noch von den vier Tagen in
Wesselburen, aber beim Fazit des Friesischen
Klootschießer-Verbandes (FKV) zu den zweitägigen
Deutschen Meisterschaften in Schleswig-Holstein musste
Helfried Goetz nicht lange überlegen. „Es waren wirklich
würdige und toll organisierte Titelkämpfe,und wir als
Verband haben alle unsere gesteckten Ziele erreicht“,
sagte ein sichtlich zufriedener FKV-Vorsitzender am
Montagmorgen (18. Mai): „Es war ein überwältigender
Teamgeist auch zwischen den einzelnen Gruppen.“
Etwas Wasser in den Wein
Etwas Wasser in den reinen
Wein mussten indes FKV-Funktionäre und sogar Aktive wie
beispielsweise Marian Jahnke (Westeraccum) und deren
Familienangehörige im Vorfeld der Siegerehrungen am
Samstagabend gießen, wie die NWZ erfuhr. Weil sie das
mit 25 Euro taxierte Grill-Buffet (für Kinder 15 Euro)
nicht gebucht hatten und es keine Abendkasse gab, seien
sie nicht im Besitze der roten Buffet-Armbändchen
gewesen. Damit sei ihnen der Zugang während der
eineinhalbstündigen Verzehrphase auf das Festgelände
vonseiten des Verbandes Schleswig-Hosteinischer Boßler (VSHB)
verweigert worden – teils auf schroffe Art. Ein
Kompromissvorschlag von Teilen der FKV-Delegation, dass
sich die Friesen nur im vorderen Teil an den
Getränkebuden aufhalten wollten bis zu den
Siegerehrungen, sei abgebügelt worden. Und so hätten
Teile des FKV samt mitgereisten Angehörigen den
Siegerehrungen gar nicht beigewohnt, sondern seien zur
Jugendherberge in Heide zurückgekehrt und hätten dort
oder in umliegenden Restaurants gefeiert.
Denn zum Feiern gab es
Anlass genug am Freitag und Samstag – wie ausführlich
berichtet. Imponierend sei so eine Geschichte der für
Theener werfenden Bianca Brunken, die sich praktisch
schon nach dem ersten Hollandkugel-Wurf verletzte –
wahrscheinlich mit einem Sehnenanriss im Fuß. „Sie beißt
auf die Zähne und holt noch Silber“, erinnert sich
Goetz. Oder die Story seines jungen Vereinskameraden,
Lukas Schmidt vom KBV Wiesedermeer. Erst durch eine
kurzfristige Regeländerung durfte er im Feldkampf als
Ersatzwerfer der männlichen FKV-Junioren für die
Einzelwertung mitlaufen. Und holte als zweitbester
Werfer des FKV hinter dem überragenden Teamkollegen
Devin Hilmer (Mentzhausen) und Yannik Munz vom VSHB die
Bronzemedaille. Seine 628 Meter flossen nicht mit in die
Wertung des FKV-Teams, das trotzdem Gold holte mit
1874:1700 Metern.
Einen unfassbaren Wettkampf
legte auch Fenna Behrends auf der Straße mit dem
Kunststoffboßel hin. Wie entfesselt warf die Juniorin
auf dem fremden Terrain. Auf den Videos in der
FKV-WhatsApp-Gruppe kriegen sich die FKV-Kameradinnen
und -Kameraden gar nicht mehr ein vor „Klasse-Fenja“-Rufen.
Nur um vier Meter hätte sie beinahe die
1700-Meter-Schallmauer durchbrochen. Ihre phänomenalen
1696 Meter hätten sogar gereicht, um den
Frauen-Wettbewerb zu gewinnen, bei dem Paula Janssen vom
FKV mit 1677 Metern den Vierfach-Triumph des Verbandes
mit der Goldmedaille im Einzel anführte.
30.000 beim FKV, 3.000 beim
VSHB
Insgesamt zeigte sich der
FKV-Vorsitzende von der Organisation der Veranstaltung
durch die Schleswig-Holsteiner sehr angetan: „Hut ab,
wie professionell der sehr viel kleinere Verband das
Ganze auf die Beine gestellt hat.“ Mit etwa 3.000
Mitgliedern hat der VSHB nur etwa zehn Prozent der
Mitgliederstärke des FKV. Mit jeweils rund 100 Euro
Eigenanteil waren 70 FKV-Sportler und -Funktionäre in
der Jugendherberge in Heide untergebracht. Einen
großzügigen fünfstelligen Betrag stellten die
FKV-Sponsoren zur Verfügung. |
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